Passt ein Hund in mein Leben?

Passt ein Hund in mein Leben?

Ein Hund will gut überlegt sein, schließlich wird uns unser vierbeiniger Freund nicht nur durch die nächsten Wochen und Monate begleiten, sondern über viele Jahre ein Teil unserer Familie sein. Mit der Adoption eines Hundes ist deshalb nicht nur viel Liebe, Freude und Glück verbunden, sondern es kommen auch Pflichten und Einschränkungen auf den zukünftigen Hundehalter zu. Gerade daher solltest du vor der Adoption des Tieres einige wichtige Fragen beantworten (die wir auch in unserem Fragebogen immer wieder aufgreifen). Welche das sind, dass erfährst du jetzt!

Anja Adozione Argo Tiervermittlung aus Italien nach Deutschland Fragen vor der Hunde-Adoption

Habe ich genügend Zeit für einen Hund?

Ein Hund ist kein Spielzeug und kein Kuscheltier: Er möchte Beschäftigt und artgerecht ausgelastet werden, möchte Zeit mit seinen Menschen verbringen und gemeinsame Spaziergänge unternehmen. Ist dann niemand da, um sich mit ihm zu beschäftigen, kommt es nicht selten zu Auffälligkeiten und unerwünschtem Verhalten. Stell dir deshalb vor einer Adoption die Frage, ob du wirklich genügend Zeit für ein Fellknäuel zur Verfügung hast. Je nach Hund können die Ansprüche an den zukünftigen Hundehalter stark variieren. Und sei dir auch darüber im Klaren, dass du nicht nur aktuell Zeit für deinen Hund haben solltest, z.B. weil du aktuell gerade in den Ferien bist, sondern dass du mit einem Hund eine Verpflichtung für viele Jahre eingehst.

Ist mein Wohnumfeld geeignet?

Nicht jeder Hund passt in jede Wohnung oder jedes Haus. Alte, kranke Hunde oder Hunde mit Hüftproblemen sollten beispielsweise keine Treppen laufen. Solltest du also in einem Wohnblock im obersten Stockwerk leben, wo vielleicht gar kein Aufzug ist, passt dieser Hund nicht so gut zu dir und deinem Wohnumfeld. Auch bestimmte Hunderassen, wie die Herdenschutzhunde, passen nicht in eine Stadtwohnung. Sie lieben es, über ein großes Gebiet Wache zu halten und faulenzen am liebsten den ganzen Tag im Garten an der Sonne. Mache dir also vor der Adoption Gedanken darüber, ob du deinem Hund angemessenen Auslauf in deiner Umgebung bieten kannst, z.B, durch Zugang zu Parks, Wiesen und Feldern.

Kann ich mir einen Hund leisten?

Ein Hund verursacht nicht nur bei der Anschaffung Kosten (Schutzgebühr, Impfungen, Erstausstattung usw.), sondern wird über die Jahre einiges kosten. Wer also schon im ganz normalen Alltag sehr auf seine Finanzen achten muss und sich nur selten Extras leisten kann, sollte daher Abstand von der Anschaffung einer Fellnase nehmen. Ein Hund braucht nicht nur Futter, regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt, Leckerchen und Spielzeug, sondern es wird eine Hundesteuer fällig, du benötigst auch Bürsten, Pflegeprodukte, Kotbeutel, eine Versicherung für deinen Vierbeiner und natürlich Futter. Je nach Sorte und Qualität kann auch das ganz schön ins Geld gehen. Je älter dein Hund wird, umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass kostspielige Operationen oder medizinische Behandlungen nötig werden. Rechne also vor der Anschaffung einmal durch, ob du dir einen Hund überhaupt leisten kannst.

Wohin mit dem Hund?

Vielleicht weißt du schon ganz genau, wo in deinem Haus dein Hund schlafen soll, wo sein Körbchen im Wohnzimmer steht und ob er dich vielleicht mit zur Arbeit begleiten darf. Aber wohin mit dem Hund, wenn du dich einmal nicht um ihn kümmern kannst. Egal, ob du plötzlich auf Geschäftsreise musst, wegen eines Unfalls oder einer Verletzung einige Tage im Krankenhaus bleiben musst oder auch nur, weil du eine Urlaubsreise antrittst und dem Hund die Flugreise nicht zumuten möchtest: Hast du für diese Momente einen Plan B? Gibt es in deiner Nachbarschaft Freunde und Verwandte, die sich in dieser Zeit um den Hund kümmern können? Gibt es vielleicht eine Hundepension in deiner Nähe und kannst du dir diese leisten? Alles das sind Fragen, die du vor der Adoption deines Hundes abklären solltest; denn manchmal tritt ein Notfall schneller ein, als man es sich wünscht.

Was sagen die anderen?

Du wünschst dir nichts sehnlicher als einen Hund, aber was denken die anderen darüber? Egal ob dein Partner, deine Kinder, WG-Mitbewohner oder dein Vermieter – sind sie alle mit der Adoption eines Hundes einverstanden oder stehen sie deinem Plan sehr skeptisch gegenüber. Einen Hund für viele Jahre in sein Leben zu lassen ist eine Entscheidung, die man unbedingt gemeinsam und nicht vorschnell treffen sollte. Leider gibt es immer wieder Hunde, die nach einer Trennung zweier Partner im Tierheim landen. Auch das möchten wir vermeiden! Frage dich also: Kann ich den Hund auch weiterhin betreuen, wenn sich mein Leben verändert?

Eine Nachkontrolle, muss das sein?

Eine Nachkontrolle, muss das sein?

Viele Menschen stellen sich nach der positiven Vorkontrolle die Frage, ob denn ein Hausbesuch auch danach noch einmal sein muss. Endlich hast du alle Hürden geschafft und das neue Familienmitglied darf bei dir einziehen, muss dann wirklich noch einmal einer unserer Volontäre bei dir Zuhause vorbei kommen?

Nachdem dein vierbeiniger Freund bei dir eingezogen ist, möchten wir gerne weiterhin mit unseren Adoptanten in Kontakt bleiben. Wir möchten nicht nur unsere Hunde weiterhin durch’s Leben begleiten. Wir möchten dich in dieser Phase begleiten, die vielleicht viel Geduld von dir abverlangt und die eine- oder andere Herausforderung parat hält! Da unsere Hunde vorher noch nie in einer Familie gelebt haben, kann schon mal die eine oder andere Frage auftauchen und in dieser Eingewöhnungsphase möchten wir dich begleiten. Nur so kann es zu einer erfolgreichen Vermittlung und vor allem zu einer glücklichen gemeinsamen Zukunft kommen – für Hund & Halter.

Wenn der Hund sich dann nach einiger Zeit gut bei dir im neuen Zuhause eingelebt hat und ganz bei dir angekommen ist, kommen noch einmal unsere Volontäre vorbei für den letzten Schritt im offiziellen Teil der Hundeadoption, der Nachkontrolle. Dieser letzte Hausbesuch ist mindestens genauso wichtig wie die Selbstauskunft, die Vorkontrolle und der Tierschutzvertrag.

Auch bei diesem Besuch geht es uns nicht darum, dich persönlich zu „kontrollieren“. Wir möchten uns gerne davon überzeugen, dass sich der Vierbeiner auch wirklich bei dir wohlfühlt und werden auch bei diesem Besuch mit Rat und Tat an deiner Seite stehen. Außerdem ist es für uns das größte Glück, das neu gewonnene Hundeglück mit eigenen Augen zu sehen: Wir alle arbeiten ehrenamtlich und gerade diese kleinen und großen Erfolgsgeschichten sind der Lohn für unseren Einsatz!

Wie läuft ein Hausbesuch ab?

Wie läuft ein Hausbesuch ab?

Eine Vorkontrolle – oder besser gesagt, ein Hausbesuch, lösen immer wieder bei Menschen Unmut aus. Aber warum ist das eigentlich so? Wie stellst du dir einen Hausbesuch vor? Wie ein solcher Besuch eigentlich abläuft und warum du keine Angst davor haben musst, das erzähle ich dir heute. Vielleicht kannst du deinem nächsten Hausbesuch dann ganz entspannt entgegen sehen, dich vielleicht sogar darauf freuen. Schließlich ist dieser Besuch auch eine Gelegenheit die Gesichter hinter unserem Verein besser kennenzulernen sowie all deine Fragen beantwortet zu bekommen.

So läuft ein Hausbesuch bei dir ab!

Alle unsere Tiere werden nur nach positiver Vorkontrolle vermittelt, aber wie läuft so ein Hausbesuch eigentlich ab? Welche Fragen werden beim Gespräch gestellt und – muss ich eigentlich davor meine Wohnung blitzeblank putzen? Letzteres können wir natürlich sofort verneinen; im Gegenteil, wir möchten dich und deine Familie, deine (pelzigen) Mitbewohner und dein Umfeld so kennenlernen, wie ihr im täglichen Alltag zusammenlebt. Dabei achten wir nicht darauf, ob der Boden gewienert und der Schrank aufgeräumt wurde. Wir möchten dich näher kennenlernen und dir dabei helfen, einen Hund zu finden, der am besten in dein Lebensumfeld und zu deinem Lebensstil passt!

Die Vorkontrolle findet deshalb bei dir zu Hause statt und wird von einem unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter des Tierschutzvereins durchgeführt. Unseren Volontären geht es dabei nicht darum, Dich zu „kontrollieren“, sondern wir möchten sehen, wie unser Hund in Zukunft leben wird. Unser Besuch ist dabei eine tolle Chance für dich, ganz viele Fragen zu stellen. Wir nehmen uns dafür gerne und ausführlich Zeit: Traue dich ruhig, uns mit Fragen zu löchern!

Falls wir bei unserem Hausbesuch einen positiven Eindruck gewonnen haben, können wir deinen ausgesuchten Liebling für dich reservieren. Dann wird ein Schutzvertrag abgeschlossen und eine angemessene Schutzgebühr entrichtet, welche einen Teil der entstandenen Kosten bei der Versorgung der Tiere deckt.

Ist dein vierbeiniges Familienmitglied erst einmal bei dir eingezogen, dürfen wir uns hoffentlich regelmäßig über Bilder unserer Schützlinge freuen. Außerdem behalten wir uns eine Nachkontrolle vor: Trotz aller Erfahrung beim Vermitteln von Hunden, möchten wir uns nicht nur auf unsere Intuition verlassen müssen.

Noch Fragen?
Dann kontaktiere uns!

Wie läuft eine Vermittlung ab?

Wie läuft eine Vermittlung ab?

Unsere Volontärin Filomena hat heute einmal die Gelegenheit genutzt, und den Adoptionsablauf für euch zusammengefasst.

Bei Interesse an einem unserer tollen Hunde nimm gerne jederzeit Kontakt zu uns auf. Bei einem Gespräch möchten wir dich etwas Näher kennen zu lernen. Dies dient der groben Einschätzung, ob der von Euch ausgesuchte Hund zu Euren Lebensumständen passt.

Anschließend werden wir eine Hausbesuch veranlassen und mit euch gemeinsam einen Fragebogen ausfüllen. Keine Angst, die Besuche sind nicht um in jede „Ecke“ zu schauen, sie sind lediglich eine Absicherung für beiden Seiten! Zum einen möchten wir sicher gehen, dass der Hund in ein geeignetes Umfeld zieht, zum anderen, möchten wir euch die Möglichkeit geben, uns kennenzulernen und alle eure Fragen stellen zu können.

Sollten die Rahmenbedingungen stimmen und ist von beiden Seiten alles positiv, wird ein Transport gebucht und ein Schutzvertrag gemacht! Die Hunde kommen kastriert (Welpen ausgeschlossen) gechipt und geimpft (Grundimmunisierung und Tollwut) und werden vor Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet. Zudem besitzen alle unsere Hunde einen gültigen EU-Heimtierausweis. Für Welpen und unkastriert Junghunde beträgt die Schutzgebühr 250 €. Für ausgewachsene, kaastrierte Hunde 300 € zzgl. Transport.

Die Schutzgebühr dient der Kostendeckung der bereits angefallen, sowie der Ausreisekosten. Restsummen werden wieder für Tiere in Not vor Ort eingesetzt.Der Transport erfolgt über einen Deutschen authorisiertes Transportunternehmen und alle Hunde Reisen mit allen nötigen Papiere. Während der Fahrt gibt es stetig Updates in einem What’s App-Chat.

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass unsere Hunde in den meisten Fällen weder Stubenreinheit, keine Kommandos oder Leinenführigkeit kennen. Sie stammen von der Strasse oder wurden ausgesetzt!Wir versuchen sie nach bestem Wissen und Gewissen zu beschreiben, können jedoch keine Prognosen oder 100% Sicherheiten geben, wie sich ein Tier im neuen Zuhause entwickelt. Wir bitten Euch daher, euch im Vorfeld darüber bewusst zu sein, dass jedes Tier Verantwortung mit sich bringt, viel Geduld, Zeit und Erziehung benötigt.